Was hilft gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Was tun gegen Schwangerschaftsübelkeit - Mamatime Blog für Schwangere und Mütter

Schwangerschaftsübelkeit ist sehr lästig für eine Schwangere, wo man sich doch gerade auf die freudige Nachricht über das Baby so gefreut hat. Doch einige Schwangere bleiben von der Morgenübelkeit leider nicht verschont. In diesem Blogbeitrag möchte ich Dir ein paar Tipps mit an die Hand geben, die Deine Beschwerden mildern können, bis gar verschwinden lassen.

Wann fängt die Übelkeit in der Schwangerschaft an?

Übelkeit in der Schwangerschaft tritt meist, wenn, dann gleich zu Beginn einer Schwangerschaft auf, meistens morgens. Es gibt aber auch durchaus Schwangere, die den ganzen Tag über darunter leiden. In einigen Fällen löst ein bestimmter Geruch die Übelkeit aus.

Warum leider einige Schwangere unter der Übelkeit?

Schuld daran sind meist die Hormone, genau genommen das Schwangerschaftshormon ß-HCG. Aber auch andere Hormone wie Östrogen, Progesteron oder andere können dies wohl auch begünstigen. Die Hormonumstellung sorgt für die Störung der natürlichen Magen-Darm-Funktion, sowie der Gallenblase, was die Übelkeit als Folge haben kann.

Zudem sorgen die Hormone für die Veränderung Deines Geschmacks- und Geruchsempfindens. Das merkst Du vielleicht daran, dass Du plötzlich Hunger auf bestimmte Lebensmittel verspürst bzw. Dir die Lebensmittel schmecken, die Du vorher nicht mal anschauen konntest. So ähnlich verhält es sich auch mit dem Geruchssinn. Dich mögen jetzt der Kaffeegeruch, Parfum oder sonstiges total stören und zu einer Abneigung führen oder genau die Gegenteilige Wirkung haben. Die neu entwickelten Vorlieben und Ausprägungen sind bei jeder Schwangeren selbstverständlich unterschiedlich.

Dauer der Übelkeit in der Schwangerschaft – etwa die ganze Schwangerschaft über?

Meistens klingt die Schwangerschaftsübelkeit nach 14 Wochen ab, als ab dem 4. Schwangerschaftsmonat. Beruhigend ist, dass es in Ausnahmefällen die gesamte Schwangerschaft anhält.

Was Du gegen Schwangerschaftsübelkeit tun kannst

1. Ausgewogene Ernährung: Vermeide fettes und stark gewürztes Essen, weil das in der Regel schlecht vertragen wird und schwierig zu verdauen ist. Weiche stattdessen auf leichte Speisen wie Obst, Gemüse, Rohkost ab. Wobei Rohkost auch manchmal schwer im Magen liegen kann, hier einfach ausprobieren, ob es für Dich bekömmlich ist.

2. Ausreichend Flüssigkeit: Falls Du gar kein festes Essen runterbekommst, weil Dir so übel ist, solltest Du zumindest ausreichend Flüssigkeit wie Wasser, Fruchtsäfte (verdünnt, da viele zu viel Fruchtzucker enthalten!), klare Suppen oder auch Eis bzw. Sorbets, wenn Du zur Abwechslung auch mal was Kaltes möchtest.

3. Regelmäßige, kleine Mahlzeiten: Vermeide während der Schwangerschaft niedrigen Blutzuckerspiegel. Auch zum Magenknurren sollte es nicht kommen. Denn beides verschlimmert nur die Schwangerschaftsübelkeit. Nehme fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich. Das hilft den Blutzuckerspiegel in der Norm zu halten und Hungergefühl zu vermeiden.

4. Kleine Snacks für Unterwegs: Um den Blutzuckerspiegel auch unterwegs konstant zu halten, solltest Du Dir einen kleinen Vorrat an gesunden Snacks für Unterwegs zulegen. Ein Apfel, Banane, Nüsse oder ein Müsliriegel in der Handtasche oder in der Schublade deines Bürotisches kann bei Bedarf wirklich Leben retten.

5. Kräutertees: können Dir ebenfalls bei der Schwangerschaftsübelkeit Abhilfe schaffen. Bewährt haben sich z.B. Melisse oder Pfefferminze oder Zitrone. Einige Frauen schwören auch auf Ingwer. Bei Ingwer ist aber etwas Vorsicht gebeten. Denn zu viel, kann Wehenfördernd wirken. Für ein Glas (250ml) heißen oder kalten Wassers, reicht ein halber Teelöffel geraspelten Ingwer aus. Wer mag, kann einen Spritzer frischer Zitrone dazugeben, ich fand diese Kombination sehr lecker. Ingwer kann man gut über den Tag verteilt trinken.

6. Frühstück ans Bett: Manche Schwangeren kommen ohne Übelkeit nicht aus dem Bett. Eine große Hilfe kann Frühstück im Bett sein. Um die Übelkeit zu vermeiden und gleich morgens zu Kräften zu kommen, stelle Dir während der Schwangerschaft abends auf Dein Nachtkästchen ein paar Snacks wie Zwieback, Knäckebrot, Kräcker oder Trockenfrüchte bereit. Und esse diese morgens, bevor Du aufstehst. Oder lasse Dir Frühstück von Deinem Partner ans Bett bringen.

7. Homöopathie: Manchen Schwangeren hilft die Homöopathie bei Schwangerschaftsübelkeit am besten. Sprich bei Bedarf am besten mit einem Fachmann, der Dir ausreichend Informationen für die Zeit der Schwangerschaft liefern kann. Er kann Dir auch am besten sagen, worauf Du zu achten hast in Punkte Menge und Verträglichkeit mit anderen Medikamenten, die Du vlt. bereits nimmst.

8. Gerüche vermeiden: vermeide strenge und unangenehme Gerüche, die Du gerade nicht riechen kannst? Ich weiß, dass es leichter gesagt als getan ist. Ich musste auch meinen Partner bitten kein Aftershave mehr aufzutragen bzw. ich habe dann erstmal einen Richtest vor dem Gebrauchen machen lassen ;). Vielleicht kann Dich auch Dein Partner im Haushalt mit der Müllentsorgung oder dem Abwasch entlasten, wenn auch diese Gerüche zu belastend für Dich sind. Lauert der böse Geruch unterwegs und er ist Dir bereits bekannt, dann nimm lieber den Umweg.

9. Bewegung an der frischen Luft: Frische Luft und Bewegung sind ideal, um der Übelkeit in der Schwangerschaft entgegenzuwirken.

10. Akupressur: Manchmal kann auch eine Druckpunktmassage helfen. Der P6-Punkt befindet sich an Deinem Handgelenk. Fühle wo Dein Puls ist und wandere von dort aus etwa zwei Finger breit Richtung Ellenbogen. Massiere den Punkt einige Minuten lang. Alternativ kannst Du Dir auch Akupressur-Bänder besorgen, die man am Handgelenk befestigt, um genau diesen Punkt zu stimulieren. Die kannst Du entweder in der Apotheke oder auch Online kaufen.

Eigene Erfahrungen mit der Schwangerschaftsübelkeit

Ich kann von Glück reden, dass es mich nur in der zweiten Schwangerschaft erwischt hat und selbst hier nur von einer kurzen Dauer von ca. 2 Wochen. Jetzt fragst Du Dich bestimmt, wie das möglich ist? Ich kann Dir kein genaues Rezept an die Hand geben und auch nicht mit 100% Wahrscheinlichkeit sagen, woran das gelegen hat, dass ich fast komplett davon verschont blieb. Doch es gibt präventive Maßnahmen, die ich bereits im Vorfelde ergriffen habe, um dem entgegenzuwirken. Mir bleibt nur zu raten, ob das tatsächlich was bewirkt hat oder ich einfach Glück hatte. Die erste Vorstellung gefällt mir am besten J.

Was waren die Ursachen für meine Morgenübelkeit?

Frühstück: wenn ich etwas später als sonst aufgestanden bin oder nicht sofort nach dem Aufstehen gegessen habe, dann erwischte mich dieses Übelgefühl und es dauerte eine Weile bis es verschwunden war. Das habe ich ziemlich schnell rausgefunden. Denn an Tage, wo ich sofort mit Frühstücken startete, ging es mir sehr gut und ohne jegliche Beschwerden. Daher mein Tipp an Dich: FRÜHSTÜCK IST WICHTIG! Lass es Dir sogar ins Bett servieren, wenn es sein muss. Denn ich weiß von einigen Schwangeren, dass sie sogar Schwierigkeiten haben aus dem Bett zu steigen ohne einen Happen gehabt zu haben.

Medikamente: Bekanntlich nehmen viele Schwangere Medikamente bzw. Nahrungsergänzungsmittel zu sich, viele davon gleich morgens. Ich litt unter Schilddrüsenunterfunktion und Eisenmangel während der Schwangerschaften und beide Tabletten sind der Empfehlung des Arztes nach immer morgens, ca. halbe Stunde vor dem Frühstück, einzunehmen. Doch mein Übel war dabei die Tablette, um meinen Eisenwert wieder anzukurbeln. Ich habe sie einfach nicht vertragen. Jedes Mal, wenn ich sie eingenommen habe, stieg in mir einige Minuten später die Übelkeit hoch und ich musste mich übergeben. Danach lag ich erstmal fast bis Mittag flach, kreideblass, ohne Kraft. Ich spürte nur, wie es in mir wieder hochstieg, sobald ich mich bewegte und ich hatte Schüttelfrost. Kein schönes Gefühl L!

Es hat ca. 2 Wochen gedauert bis ich selbst, durch Ausschlussverfahren und ausprobieren, mein Übel rausgefunden habe. Ich habe die Tablette einfach weggelassen und hatte am nächsten Morgen keine Übelkeit mehr und auch sonst nicht mehr. Der zweite Grund war zudem, dass ich die Tabletten nicht vertragen, da sie sich im Magen aufgelöst haben. Es gibt auch welche, die sich im Darm auflösen und mit dieser Variante habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Und greife ab jetzt, bei Bedarf, nur noch zu dieser Form.

Was sind meine Präventivmaßnahmen die gesamte Schwangerschaft über gewesen?

1. Ernährung: Nichts gebratenes, frittiertes, weil das schwer verdaulich ist und eine Schwangere umso mehr belastet, da der Stoffwechsel doch etwas anders funktioniert. Vor allem zum Ende der . Schwangerschaften habe ich immer empfindlich auf schwer verdauliche Kost reagiert. Viele frisches Obst und Gemüse essen. Wobei bei Gemüse (Kohl insbesondere, manchmal auch Brokkoli) eine Völlegefühl verursachen können.

2. Trinken: Mein Glas Wasser, ob heiß oder kalt, Hauptsache mit einem Schuss frischer Zitrone durfte nicht fehlen. Bekanntlich soll Zitrone auch ggf. gegen Übelkeit helfen.

3. Sport: kurbelt den Stoffwechsel an, regt die Verdauung an, hält Dich insgesamt fit. Natürlich nicht, wenn Dir gerade übel ist. Dann würde ich darauf verzichten. Aber sobald es Dir etwas besser geht. Alternativ viel frische Luft und sonstige Bewegung, wenn eine aktive sportliche Betätigung Dir gerade besonders schwer fällt.

Hoffe meine Erfahrung hilft Dir vielleicht auch Dein Übel herauszufinden und zu unterbinden.

Wer sich mehrmals am Tag übergeben muss und dazu auch noch wenig Flüssigkeit unter 1,5-2 Liter zu sich nimmt, sollte mit dem Arzt Rücksprache halten. Es kann sonst zu Hyperemesis gravidarum kommen.

Mamatime Blog Norderstedt