Sport in der Schwangerschaft – erlaubt oder tabu?

Schwangerschaftssport, Ist Sport für Schwangere gesund?

Darf ich Sport in der Schwangerschaft treiben? Wenn ja, wieviel? Welche Sportarten eigenen sich am besten dafür? Worauf muss ich achten, um mir und meinem ungeborenen Baby nicht zu schaden? Wie oft und wieviel darf ich trainieren?

Wenn auch Du dich mit diesen oder ähnlichen Fragen beschäftigst, dann sind Dir Deine Gesundheit und die Deines ungeborenen Babys wichtig. Es lohnt sich an der Thematik dran zu bleiben und letztlich auch eine höhere Bedeutung dem Schwangerschaftssport beizumessen.

Mit den genannten Fragen habe ich mir in meiner ersten Schwangerschaft (2016) ebenfalls befasst. Da ich von nun an auch für das Leben eines anderen Wesens in mir Verantwortung getragen habe. Ich war immer auf der Suche nach Antworten und möglichen Lösungswesen. Eins stand für mich fest: “Ich werde auch in der Schwangerschaft sportlich aktiv bleiben, allerdings angepasst an die neuen Umstände :)!”

Was sagen die Experten dazu?

Was lange Zeit als gefährlich galt, wird nun von Medizinern und Sportwissenschaftlern eindeutig empfohlen. Mediziner und Sportwissenschaftler, darunter auch Frauenärzte und Hebammen, sind sich einig, dass Sport einen positiven Einfluss auf den Schwangerschaftsverlauf hat. Hierbei ist es wichtig, dass Dein Körper und Dein Wohlbefinden im Fokus stehen, nicht etwa der Ehrgeiz das Tempo vorgibt.

Warum tut Dir Sport in der Schwangerschaft gut?

Bei dem Sport für Schwangere oder auch Schwangerschaftsgymnastik geht es um eine aktive und gezielte Vorbereitung auf die Geburt, sowie Vorbeugung möglicher Schwangerschaftszipperlein. Während des Trainings lassen sich besondere Bereiche des Körpers kräftigen, die während der Schwangerschaft und der Geburt beansprucht werden. Spezielle Übungen können z.B. helfen, das Becken zu weiten. Außerdem werden Atem- und Entspannungstechniken vermittelt, die vielen (werdenden) Müttern Selbstbewusstsein für den Moment der Geburt schenken können und sie dazu befähigen, die emotionale und körperliche Belastung besser zu tolerieren. Sport in der Schwangerschaft fördert darüber hinaus ein starkes Körpergefühl und dient wunderbar als Auszeit vom Alltag. Weitere Vorteile von Schwangerschaftsgymnastik kannst Du im nachfolgenden Beitrag nachlesen. Die Kurse können sowohl ergänzend zum Geburtsvorbereitungskurs, wie auch anstatt des Geburtsvorbereitungskurses als eine aktive Alternative, besucht werden.

Worauf musst Du achten? Sport in der Schwangerschaft ist kein Marathon!

Schwangerschaftssport soll auf keinen Fall mit Leistungssport oder übermäßigem Krafttraining in Verbindung stehen. Hier liegt der Fokus auf Deinem Baby, auf seinem Wohl und einer gesunden Entwicklung. Diese, wie auch Dein Wohlbefinden können mit speziellen Übungen für Schwangere unterstützt werden. Daher musst Du unbedingt darauf achten, dass das Training an die Bedürfnisse einer Schwangeren angepasst ist.

Wenn Du Dich bereits vor der Schwangerschaft regelmäßig bewegt hast, dann kannst Du Dein Training während der Schwangerschaft auch ganz normal fortsetzen. Ob allerdings die gewohnte Trainingsintensität beibehalten werden darf, hängt von vielen Faktoren ab. Vor allem davon, ob es sich bei Dir um eine Risikoschwangerschaft handelt und von der Sportart, die ausgeübt wird. Hier empfehle ich Dir Rücksprache mit Deinem Frauenarzt zu halten, um sicherzugehen.

Sportliche Aktivitäten mit Sturzgefahr wie Skifahren oder Surfen sollen vermieden werden, um das Baby nicht zu gefährden. Das Training sollte auf jeden Fall im Verlauf der Schwangerschaft an die verändernden Verhältnisse angepasst werden. Ich kann mich noch zu gut erinnern, wie Workouts, die ich zu Beginn der Schwangerschaft gemacht haben, nur mit Mühe zum Ende hin zu bewältigen waren. Daher sind Kurse für Schwangere eine ideale Möglichkeit sich unter professioneller Anleitung trainieren zu lassen und geeignete Übungen einzustudieren, um diese bei Bedarf zu Hause selbstständig nachzumachen. Bitte beachte ebenfalls, dass die Schwangerschaftshormone Deine Gelenke und Bänder lockern können, sodass diese anfälliger für Verletzung werden. Daher achte besonders auf Dein Körpergefühl und breche ggf. jegliche Aktivitäten ab, die Dir nicht gut tun und wobei Du Dich unwohl fühlst. Denke daran, es gibt genügen schonendere Alternativübungen.

Dran bleiben lohnt sich für Dich und Dein Baby!

OFTMALS HÖRE ICH AUSREDEN WIE: ICH BIN ZU MÜDE! ICH HABE KEINE KRAFT! JETZT IST ES NUN AUCH EGAL, OB ICH SPORT MACHE ODER NICHT!

Meiner Meinung nach besteht bei diesen Aussagen Klärungsbedarf. Wenn Dir erstmal die Vorteile von Sport in der Schwangerschaft bewusst sind, dann würdest Du keine Energie für Ausreden verschwenden. Sport vor bzw. während der Schwangerschaft bringt viele Vorteile mit sich, die ich im nächsten Beitrag ausführlich behandeln werde. Einige möchte ich aber bereits an dieser Stelle erwähnen. Regelmäßige Bewegung in der Schwangerschaft bildet die Basis für Deine Rückbildung nach der Geburt, nämlich wie gut oder schlecht Dein Körper wieder in die Ausgangslage kommt oder, ob sich durch “Nichtstun” negative Folgen ergeben, die Dir Deinen Alltag als Frau erschweren werden. In meiner zweiten Schwangerschaft (2018) stelle ich mir die Fragen erst gar nicht, sondern ich weiß was zu tun ist – es wird getan und nicht gejammert ;)!

Es ist mir durchaus bewusst, dass seit Beginn der Schwangerschaft hin und wieder Mal Zipperlein auftreten, die Dir den Alltag erschweren. Es gibt Tage wo Du mit Müdigkeit, Trägheit, evtl. auch mit Übelkeit zu kämpfen hast. Aber glaub mir, das ist alles kein Grund um aufzugeben. Gönn Dir bewusste Auszeiten an weniger guten Tagen und widme Dich wieder dem Schwangerschaftssport an Tagen, wo Du Dich besser fühlst. Mir hat regelmäßiger Sport geholfen vorzubeugen, dass aus kleinen Zipperlein andauernde Beschwerden werden, die sich über die gesamte Schwangerschaft hinziehen und einem die Freude daran nehmen. Mein Ziel war es sich positiv und fit durch die Schwangerschaft zu gehen und Stress zu vermeiden. Davon profitiert sowohl die (werdende) Mama, als auch das Baby.

Motiviert Dich immer wieder aufs Neue dran zu bleiben, es lohnt und zahlt sich nach der Schwangerschaft in jedem Fall aus. Dafür wird Dir Dein Körper mit einer besseren, ggf. schnelleren Rückbildung danken. Kannst Du Dich nicht selbst motivieren, so bietet sich der Besuch von Kursen an. Hier findest Du eine kleine Übersicht.

Begleite mich gern durch eine Reihe von Beiträgen rund um die Schwangerschaft!

Da ich aktuell erneut schwanger bin und das Thema “Sport in der Schwangerschaft” für mich Relevanz hat, möchte ich gern mein Wissen mit Dir teilen. Aber auch einige Deiner Sorgen bezüglich Sport und Ernährung in der Schwangerschaft nehmen. Ich würde mich sehr darüber freuen, Dich für sportliche Aktivitäten und gesunde Ernährung begeistern zu können, falls es bisher nicht auf Deiner To-Do-Liste stand.

Im nächsten Blogbeitrag werde ich über die „Vorteile von Sport in der Schwangerschaft” berichten. Wenn Du auf weitere Beiträge gespannt bist, dann abonniere meinen Blog, um nichts zu verpassen!